Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Anette Moesta besuchte der Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf Mendig um direkt vor Ort einige wichtige und notwendige Verkehrsprojekte persönlich in Augenschein zu nehmen.
Der ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) in Mendig wurde bereits 2022 seiner Nutzung übergeben. Hier werden den Bürgerinnen und Bürgern insgesamt 32 Bike-and-ride-Stellplätze – davon 20 überdachte Stellplätze und zwölf sichere Fahrradboxen – sowie 40 Park-and-ride-Plätze für PKWs mit zwei Kfz-E-Ladestationen angeboten.
Leider fehlt immer noch der barrierefreie Übergang zum Mendiger Bahnhof, der seitens der Deutschen Bundesbahn bis spätestens 2024 fest zugesagt war. Die Nutzung des ÖPNV ist dadurch deutlich behindert, da der alternative Fußweg vom ZOB zum Bahnhof mit einem weiten Bogen von rund 700 Meter einen enorme Umweg bedeutet und damit die Verbindung von ZOB und Bahnhof äußerst unattraktiv macht. „Diese Distanz hält die potentiellen Nutzer davon ab, die Angebote am ZOB zu nutzen“, so Stadtbürgermeister Achim Grün und VG-Bürgermeister Jörg Lempertz.
Der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf machte sich nun selbst ein Bild der Lage und stimmte dieser Einschätzung vollumfänglich zu. Mit Blick auf den Austausch der zuständigen DB InfraGO geht er davon aus, dass der Übergang vom ZOB zum Bahnhof im kommenden Jahr realisiert werden kann.
Ein weiteres Thema, das Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf ansprach, war die dringend notwendige Sanierung der Mendiger Bahn- und Poststraße (L 113), diese Komplettsanierung wird wohl frühestens ab 2030 realisiert werden können. Es fanden zwar, zuletzt im Mai diesen Jahres, immer mal wieder Schlagloch- und Instandsetzungsarbeiten statt, diese erscheinen dem Stadtrat und den Bürgerinnen und Bürger jedoch eher als „Flickschusterei“.
Seit Jahren wird von allen Beteiligten eine komplette Erneuerung gefordert. „Es ist unsere Haupteinfallstraße und hat damit eine sehr wichtige Funktion“, betont Stadtbürgermeister Achim Grün und verbindet damit die Bitte, den Ausbau so schnell wie möglich zu ermöglichen. „Das Landesstraßenbauprogramm ist abhängig vom Haushalt. Mit der Verabschiedung des neuen Doppelhaushalts kann diese Maßnahme in das Programm aufgenommen werden. Der LBM hat auch alle Straßen im Blick und bewertet den Zustand fortlaufend. Allerdings ist der in den vergangenen Jahrzehnten aufgelaufene Investitionsstau und damit die Zahl sanierungsbedürftiger Straßen sehr groß. Ich nehme Ihre Argumente aber gerne mit nach Mainz“, versprach Markus Wolf den Bürgermeistern der Stadt und der VG.
Foto: Stefan Pauly, VG-Mendig