16
März
2012

Pressemitteilung der Stadt Mendig

Situation der unterirdischen Hohlräume und alternative Gewinnungsmethoden
im Basalt-/Lavaabbau


Nachdem vor drei Monaten in Folge einer Informationsveranstaltung des Geologischen Landesamtes und einer anschließend herausgegebenen Presseerklärung erheblicher Wirbel und viel Unsicherheit in der Bevölkerung - weit über die Grenzen Mendigs hinaus - entstanden ist, ist es an der Zeit, die Fakten einmal zusammenzufassen und die jetzt erreichte Situation zu dokumentieren.
Hierzu sind zwei Themenbereiche zu beleuchten:

Feststellung der Standfestigkeit und Aufnahme aller unterirdischen Hohlräume durch das geologische Landesamt.
Allen geäußerten Zweifeln zum Trotz hat die zuständige Ministerin Lemke zuletzt in einem Schreiben vom 03.03.2012 an die Anwohner der Brauerstraße versichert:

„Für die Fortführung der Untersuchungen des Hohlraumsystems in Niedermendig werden, wie durch mich bereits Ende vorigen Jahres versichert, nun die notwendigen finanziellen Mittel im Landeshaushalt zur Verfügung gestellt werden.“

Neben dem mündlichen Hinweis, dass diese 280.000 € pro Jahr aus dem Etat des Wirtschaftsministeriums kommen, bin ich der Meinung, dass diese Zusicherung ausreichen sollte und wir in Mendig sicher sein können, dass die Untersuchungen, so wie geplant, fortgeführt werden.

Zusätzlich wurde von der Ministerin bereits in Aussicht gestellt, dass man eine neue Lösung finden will, was die Haftungsfrage der Grundstückseigentümer für die unterirdischen Bereiche anbelangt.

Zum zweiten Thema, den Sprengungen eines Mendiger Unternehmens, kann zusammengefasst werden, dass die Bemühungen von Stadt, Verbandsgemeinde und Anwohnern zu dem Erfolg geführt haben, dass konventionelle Sprengungen – wie in der Vergangenheit – nicht mehr stattfinden.

In der Anordnung des Probeversuches zum alternativen Sprengverfahren vom 13.03.2012 ist unter anderem festgelegt, dass eine weitere Testphase von 3 bis 4 Wochen nur zum Tragen kommt, wenn die gemessenen Erschütterungen des Probelaufes unterhalb der Wahrnehmungsschwelle von 0,4 mm pro Sekunde liegen.

Wenn man zurückblickend sieht, dass vor gut 2 Jahren die DIN 4150 mit einem Höchstwert der Erschütterungen von 5 mm je Sekunde als Maß aller Dinge bezeichnet worden ist, sind wir im Sinne des Schutzes von Anliegern und privaten sowie öffentlichen Grundstücken und Einrichtungen in allen Richtungen in einem fast nicht für möglich gehaltenen Maß vorangekommen.

Dieses Ziel konnte nur erreicht werden durch die Bereitschaft, mit allen beteiligten Parteien zu reden, aber auch dadurch, an der ein oder anderen Stelle konsequent zu handeln und bei Entscheidungsträgern konsequentes Handeln einzufordern.

In diesem Sinne wollen wir das Thema weiter begleiten und die Entwicklung der nun möglicherweise gefundenen alternativen Abbaumethode aufmerksam im Auge behalten.


Mendig, 16.03.2012      
Hans Peter Ammel, Stadtbürgermeister

Categories: Neues aus dem Rathaus

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